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Randau-Calenberge Randau wird erstmalig im 13. Jahrhundert erwähnt. Wie auch die anderen Dörfer in der Umgebung weist die Umgebung von Randau auf eine alte Besiedlung bis ins Mesolithikum zurück (4000 - 5000 v. Chr.). Randau wird einem slawischen Ursprung zugeschrieben, darauf deuten datierte Funde aus dieser Zeit von 600 - 800 hin. Bekannt wurde Randau durch seine Burg, von der aus die Herren von Randau zu Plünderungen und Überfällen ausrückten. 1297 wurde daraufhin die Burg von den Magdeburgern erobert und zerstört. Die weitere Entwicklung Randaus ist stark an die Geschichte Magdeburgs angeknüpft. Da Randau bis 1806 linkselbisch lag (die Alte Elbe bildete bis dahin den Hauptarm), gehörte es jahrhundertelang zum Einflusskreis des Herzogtums Magdeburg. Die Umgebung Randaus wurde intensiv land- und forstwirtschaftlich genutzt. Die Einwohner hatten allerdings immer mit den †berschwemmungen durch die Elbe zu kämpfen, die sie zwangen, schon vor langer Zeit Deichbaumaßnahmen durchzuführen. Mit dem Bau des großen Elbdeiches, des Umflutkanales und des Pretziener Wehres von 1870 bis 1876 konnte die ständige †berschwemmungsgefahr abgewehrt werden. Die hauptsächlich landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes ist bis heute geblieben. Ab 1958 wurden nach der zwangsweisen Kollektivierung zwei landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften und eine Schweine-/Rinderzuchtanlage errichtet. Die 1558 errichtete Kirche erlitt während des Dreißigjährigen Krieges 1631 erhebliche Schäden, der Rest des Dorfes wurde fast gänzlich zerstört. Die Kirche wurde mehrere Male restauriert, wobei die Reparatur 1850 im klassizistischen Stil bis heute das Erscheinungsbild der Kirche prägt. Auf dem ehemaligen Gelände der 1297 zerstörten Burg auf dem Göbs lag bereits 1309 das Gut zu Randau. Im 18. Jahrhundert wurde das Gut an den heutigen Standort südlich des Göbs verlegt und weiter ausgebaut. Das Gutshaus wurde 1885 auf den Grundmauern des alten Gutshauses neu aufgebaut und erhielt seine noch heute sichtbare schlossähnliche klassizistische Form mit Freitreppe und säulengestützten Rundbögen. Wirtschaftsgebäude wurden gebaut und der Park erweitert und durch Ausbauten bereichert. Die Bebauung Randaus hat bis heute seinen dörflichen Charakter behalten. Der alte Ortskern und der Schlossbereich wurden mit der Zeit über die Bebauung miteinander verbunden. Vorherrschend in der dörflichen Bausubstanz sind Gebäude aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, wobei allerdings das Alter gerade der ältesten Häuser aus dem 17. Und 18. Jahrhundert oft durch Verputzung bzw. Verblendung der Naturstein- oder Fachwerkwände nur noch schwer zu erkennen ist. Quelle: |
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