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Wendenzeit Seit 1100 wurde das slawische Dorf (früher slavische geschrieben) urkundlich erwähnt. Aus diesem Zeitalter übertragene Flurnamen sind "heiliges Horn" aus der heidnischen Zeit auch noch der Name "hilligen Steg". Dieser Weg liegt zwischen Cracau und Prester. 948 wurde die Stadt oder der Burgward Pechau ans Erzstift Magdeburg gegeben, es liegt den Überresten eines alten Elblaufes, dem Pechauer See. Prester, wendisch Presteri leitet man ab von reka, Fluß - übertragen am Flusse. Pechau, Roß-oder Hengsthalter und Cracau leitet sich von der Pferdezucht her. Im Jahre 1110 erhielten die Mönche des ehemaligen Mauritiusklosters, nach langen Bitten und Klagen die Ortschaft Prester als Schenkung. Dies wohl auch als Entschädigung dafür, dass sie 969 ihr Kloster verlassen und in den Kloster Bergegarten umziehen mussten, da der Erzbischof seinen Wohnsitz im reichen Mauritiusklosters begehrte. Fast 100 Jahre herrschten die Wenden (schwarzes Haar und schwarze Augen) in der Gau Moranze und beteten zu ihren Göttern. Ewige Fehde und Streitigkeiten entzweiten die Stämme Wenden und Sachsen (schwarzes Haar und blaue Augen), bis die Sachsen den Sieg davon trugen und die Wenden dieserorts ihre Sprache und Nationalität verloren. 1158 übergab der Domprobst Gerhard einem gewissen Burchard und Simon das Dorf Krakau heute Cracau geschrieben. Dem neuen Dorf wurde holländisches Recht zugewiesen. Ansinnen der Übertragung inklusive allem Zubehör einschl. Geldbetrag war die Gründung neuer Anbaugebiete. Vom Kriegsrecht waren die Neubauern freigestellt. Der Name dieses Dorfes war im Ursprung Krokowa = Kröte und erscheint in Urkunden auch so geschrieben: Viele Namensforscher untersuchten den Ursprung des Namens Cracau. So auch Pastor Frisch. Prester, im Ursprung Brezderi genannt, ein Dorf reich an Holz, später als Fischerdorf und als sich die Wälder lichteten, Ackerbau. 27 zins- und lehnspflichtigen Höfen wird in Prester gesprochen. Alle Höfe sozusagen Pacht oder Erbpacht vom Klosterstift. Die Kirche zu Magdeburg - Cracau "St. Brictius", Babelsberger Str. 11/12 1598 wurden die Pfarrämter Cracau und Prester vereinigt. Die Pfarrdienststelle zu Cracau wurde abwechselnd besetzt. September 1629 ließ Papenheim bei Prester einen Teich ablaufen, um daraus zu fischen. Später wurde dieser Teich mit der Elbe durch einen Graben verbunden. Die Magdeburger befürchten, dass hierdurch das Umland unter Wasser gesetzt würde. Hierauf am 08.09.1629 der Angriff mit 5 Kanonen und 1200 Mann. Auch die 3 Schanzen um Prester - Kochscher Garten Prester 53, hieß Schanzenberg, hielt die 1200 Mann aus Magdeburg nicht ab, das kaiserliche Cracau anzugreifen und die Bauern nach Biederitz zu drängen. Bei der Belagerung durch Tilly war vom eigentlichen Dorf Cracau kaum noch etwas vorhanden. Eine der anderen Schanzen war der Rehberg am Schiefernweg zwischen Salbker Fähre und Luisenthal. Ackerhöfe: Rusche, Riecke und Birkholz Den Bauern wurden gegen einen Zins bzw. Erträge, Land geliehen. Gegenleistung z.B. 4 gute Brötchen, 6 Pfennig jährlich an das Kloster Berge Stift zu zahlen. Am 01.09.1772 wurden diese Verträge in Zeitpachtverträge gewandelt. Solche Zeitpachthöfe waren z.B. Riecke Nr.53, Johann Konrad Schmidt Prester 65, Martin Arndt Prester 81, Andr. Arndt Nr.2, Martin Brandt Nr.13 und weitere benannt. |