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Cracau - heute
In Cracau lässt es sich nicht nur gut leben, sondern auch Natur erleben.
Einst versammelten sich die Bürger um den Petersilienberg, eine Erhöhung nach einem Gemüse benannt, das es jedoch nicht zum traditionellen Gericht in Cracau geschafft hat. Hier wurde gewohnt und von früh bis spät in der Landwirtschaft gearbeitet. Auf den umliegenden Äckern machten es sich Kühe, Kälber und Schafe bequem. Übrigens reden wir hier von dem heutigen Gebiet, das sich aus einigen bekannten Straßen zusammensetzt – Burchardstr., Potsdamer Straße, Babelsberger Straße, Simonstraße sowie die angrenzenden Straßen wie Am Brellin, Am Buttersteig, über die Genthiner Str., Pfeifferstr. bis zur Seestraße. In den 30er Jahren wurde dieses Gebiet stark erweitert durch die Bebauung der vormaligen Gartensiedlung und Ackerflächen, die hier ostelbisch stark vertreten waren. Es entstand die Cracauer Siedlung mit dem heute typischen Siedlungscharakter entlang der Cracauer Straße.
Noch heute können Neugierige und Nostalgier „back to the roots“, also zu den Ursprüngen der Gründerzeitbauten gelangen, die in der Pfeifferstraße zu finden sind. Kaum zu glauben, daß man in den hier abgehenden Regionen, wie in der Elbenauer Straße oder Brandtstraße, die Straßenbahn und die damit verbundene zentrale Lage kaum wahr nimmt. Die Stadt vor der Haustür und ländliche Ruhe im Garten, was wünscht man sich mehr. Vielleicht zieht es gerade deshalb sehr viele Städter zurück in die Natur, die man hier im ostelbischen Bereich reichlich vorfindet. Doch auch einige interessante Gebäude, sollten Sie sich nicht auf Ihrer Erkundungstour durch Cracau entgehen lassen.
St. Briccius-Kirche, Elbwanderweg, Fußgängerbrücke über den Cracauer Wasserfall,
St. Andreas-Kriche, Bördelandhalle,
Stadion Magdeburg. Hierzu finden Sie auf unseren Seiten separate Berichte.
Nur einen Katzensprung haben es die Cracauer über die Fußgängerbrücke am Wasserfall in den größten Stadtpark Magdeburgs. Der Rotehornpark befindet sich auf einer Elbinsel, eingebettet zwischen Alte Elbe und Stromelbe, die sich am Wolfswerder wieder vereinigen. Hier geben sich Ausflügler und Freizeitsportler die Hand. Aber auch namenhafte Sportler, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, kann man hier beim Training zusehen. „In Sachsen-Anhalt steht man früh auf“, die Cracauer stehen noch früher auf und laden jährlich zum Neujahrslauf im Stadtpark Rotehorn ein. Im Sportlerheim Seiler Wiesen findet anschließend die Ehrung statt. Freizeitsportler aller Couleur trainieren in der Gemeinschaft unter anderem im Kanuclubhaus und im Bootshaus vom Ruderverin. Ein Spaziergang zur Salzquelle mit anschließender Fährüberfahrt nach Buckau auf ein Eis im Eiscafé Bortscheller oder ein kühles Blondes beim Mückenwirt lohnt sich immer. Um die hier verzehrten Kalorien zu verbrennen, empfiehlt sich die Fortsetzung des Ausfluges zurück durch den Stadtpark.
Der Elbdamm lädt regelrecht ein zum Spazieren, Joggen und Fahrradfahren. Gerade mit dem Zweirad ist man in nicht einmal einer Stunde in Schönebeck. Ruhig und gelassen, das sind nur zwei Stichworte, die auf diesen gut ausgebauten Weg der Elbe entlang, zutreffen. Hier lässt sich sportlich motiviert die Landschaft der Elbauen genießen.
Ein kleiner Wehmutstropfen verbleibt im Gedächnis jedes Spaziergängers, ob hier ansässig oder nur als Besucher: Die Ruine der Alten Brauerei. Vieles hat sich im Umfeld entwickelt, nur die Alte Brauerei zu Cracau ist dem Verfall überlassen.
Vorbei an dem Wohngebiet „An der Kälberweide“ – Kälber weiden hier schon lange nicht mehr. Vielmehr finden Besucher hier einen alten ursprünglichen Kern von der Seestraße abgehend und viele neu gebaute Häuser entlang des Möwenweges. Die strukturelle Enge der Reihenhäuser und Doppelhaushälften, die den hohen Baulandpreisen und Bauerstellungskosten geschuldet ist, gehört zur heutigen Mischform. Die Kälberweide verdankt ihren Charme den Stadthäusern der 30er Jahre. Mit etwas Zeit und Sinn für die Natur ist der Weg über den Elbdamm nicht nur eine Erholungsfahrt, sondern auch eine Entdeckungstour für Groß und Klein. Nicht versäumen sollte man eine Besichtigung der Alten Prester Kirche. Empfehlen kann man einen Abstecher bei der Bäckerei und Pension Lüder in Alt Prester oder besuchen Sie doch einfach das Hotel Alt Prester, wenn Sie des Radwanderns schon müde geworden sind.
Weiter dem Elbdeich folgend in Richtung Schönebeck sehen Sie rechter Hand die alten Elbarme, wo sich bei schönem Wetter Motorboot- und Wassersportler sehen lassen. Aber auch Sonnenhungrige lassen sich auf den Wiesen nieder und genießen die Natur. Linkerhand gelangen Sie durch die Kreuzhorst nach Pechau und Randau, die auf dieses große geschützte Naturareal sichtlich stolz sind. Auf der Internetseite pechau.de schreiben sie:
Die 472,5 Hektar große Kreuzhorst ist ein zusammenhängender unberührter Eschen-Ulmen-Hartholzauenwald in der mittleren Elbniederung am Südostrand Magdeburgs, von dem 282 ha unter Naturschutz stehen. Sie wurde 1451 erstmalig als "Cruszenhorst" in einem Schriftstück erwähnt. Sie wird im Norden und Osten von der Alten Elbe, im Süden von der Randauer Talsanddüne und im Westen vom Elbdeich begrenzt. Ihre beiden nördlichen Zugänge liegen am Rand von Pechau. In der Kreuzhorst finden sich viele seltene Pflanzen und Tierarten, z.B. Biber, Dachse, Fledermäuse, Graureiher, Rohrweihe, Milane und Störche. Hier konnten 32 Säugetierarten nachgewiesen werden. 16 von ihnen stehen auf der Roten Liste für gefährdete Tierarten. Mit über 90 Brutvogelarten ist auch die Vogelwelt sehr artenreich. In der Kreuzhorst bei Luisenthal findet man die größte und älteste der 18 Magdeburger Streuobstwiesen.
In aller Munde, von vielen gesucht, doch selten gefunden. Hier ist die Rede von der 1000-jährigen Eiche in der Kreuzhorst. Unzählige Gruppen von Kindern, Ausflüglern und Wanderern haben sich schon auf die Suche nach diesem alten Baum durch das weiträumige Areal gemacht. Was sie fanden, waren lediglich die Überreste in Form eines Baumstumpfes. Doch das schreckt keinen ab, weiterhin zieht die Alte Eiche Neugierige an.
Fundquelle
www.cracau.info
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