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Nach der Eingemeindung Cracaus 1910 gab es erste Überlegungen zur Bebauung des sumpfigen Gebietes zwischen dem Dorf Cracau und der Friedrichstadt. In den Stadterweiterungsplänen von Taut wurde der Bereich als Baugebiet ausgewiesen, im Generalbesiedlungsplan von Göderitz 1928 war die Grundstruktur der Siedlung Cracau bereits fixiert. Auf dem ehemaligen Zitadellengelände, das die Stadt 1926/27 vom Staat erwerben konnte, wurden die Festungsanlagen abgetragen und der Schutt zur Festigung und Erhöhung des Untergrundes genutzt. 1929 bis 1930 wurde der Bereich zwischen heutiger Cracauer Straße und Herweghstraße durch die GAGFAH, bis 1931 der erste Teilbereich zwischen Cracauer Straße und Elbdeich durch den Verein für Kleinwohnungswesen Magdeburg bebaut. Städtebaulich strukturiert und geprägt ist diese Siedlung durch den Verlauf der Elbe, eine Haupterschließungsachse und eine zweite als Grünbereich ausgebildete Achse. Die dreigeschossigen Mehrfamilienhauszeilen in offener Bebauung haben Flachdächer, spätere Bauabschnitte auch Walmdächer, Läden und andere Versorgungseinrichtungen sind in die Zeilen integriert. Das Gebiet zwischen Herweghstraße und im Brückfeld und das Dreieck zwischen Zuckerbuch und Lasallestraße wurden Stück für Stück bis 1939 bebaut. Durch diese Entwicklung über 10 Jahre hinweg sieht man heute ein dementsprechend vielfältiges Bild verschiedener Haustypen: Gebäudekomplexe aus der Spätphase des Neuen Bauens zwischen Herweghstraße und Elbdeich, aufwendig expressionistisch durchgebildete Bauten im östlichen Bereich der Mehringstraße und nationalsozialistische Zweckarchitektur in der Luxemburg- und der Friedrich-Ebert-Straße. Quelle: Denkmalpflegeplan der Landeshauptstadt Magdeburg, Landeshauptstadt Magdeburg/Stadtplanungsamt, S. 108 |