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Die erste Fahrt fand am 13.November 1928, pünktlich um 11 Uhr statt. Als Schönebeck mit Magdeburg durch die Straßenbahn verbunden wurde, sollte hier die Nummer 13 für die Linie Magdeburg nach Schönebeck vergeben werden, da die Nummer 12 die letzte der Reihe war. Doch Schönebeck sträubte sich: "Die 13 ist ne Unglückszahl, die nehmen wir auf keinen Fall". Zwei Häuser mussten der Straßenbahnlinie weichen, da sie zu weit 2-3 Meter in die Straße ragten. Unter anderem das alte Hirtenhaus. Die Bewohner wurden zwangsgeräumt und bekamen neue Wohnungen in Wilhelmstadt zugewiesen. Im übrigen wurde von den Bewohnern die erste Fahrt mit Begeisterung, Fahnen und Blumen aufgenommen. Am Hause des Malermeisters Paul Kottwitz stand ein großes Plakat, grün-rot umrahmt und mit Tannengrün geschmückt; in dicken, leuchtenden Buchstaben: "Herzlich willkommen, du langersehnte Straßenbahn". Anmerkung: Seinerzeit nicht Cracauer Str. sondern Otto-Braun-Str. Nach Beendigung der ersten Fahrt bis zum ehemaligen Fort 11 wurde ein Frühstück von der Straßenbahngesellschaft im "Landhaus" zu Cracau gegeben, wo der Oberbürgermeister Beims, der Bürgermeister Prof. Dr. Landsberg, Generaldirektor Heßler und der Stadtverordnete Gärtnereibesitzer Otto Hehneck Ansprachen hielten. Der Weg zur Klus führte durch die heutige Pechauer Straße und dann östlich an Prester und Pechau vorbei. Der Klusdamm als Heeres- und zentrale Wegstrecke verlor seine Bedeutung durch die Errichtung der Berliner Chaussee im 19. Jahrhundert. Die Klus selber aber war solange der Klusdamm bestand ein festes Stationsgebäude und diente als Zollhaus. Dicht hinter dem Hause verlief nämlich bis zum Jahre 1808 die Grenze zwischen Preußen und Kursachsen. |