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Cracauer lassen sich nicht alles gefallen! |
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„Hoch auf dem gelben Wagen / Sitz' ich bei'm Schwager vorn“
Dieses bekannte deutsche Volkslied kennt sicherlich jeder. Und wo ein Postwagen
ist, da befindet sich meistens in der Nähe auch eine Postfiliale. So hat eben
auch Cracau seine eigene Poststelle, die viele hier Wohnende oder Arbeitende
gern besuchen. „Wir haben viele Stammkunden, die auch einfach nur zum ‚Hallo’-Sagen
bei uns reinschaun“, erzählt Bärbel Weiß, Inhaberin der Postagentur mit
Reisebüro und Schreibwaren in der Cracauer Straße 62B. Vor zwei Jahren hat sie
das Geschäft übernommen, indem sie bereits seit 1999 arbeitet.
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Täglich betreuen sie und ihre Mitarbeiterin von 9 bis 18 Uhr
die Kunden, die entweder Spiel-, Geschenk- oder Schreibwaren kaufen oder eine
Postdienstleistung in Anspruch nehmen wollen. „Der größte Kundenstrom ist meist
abends von 16:30 bis 18:00 Uhr.“ Des Weiteren ergänzt die 50-Jährige:
„Eigentlich wollten wir die Öffnungszeiten auf 20 Uhr erweitern, aber das lohnt
sich nun nicht mehr.“ Denn im letzten Jahr wurden die gesamten
Finanzdienstleistungen der Postbank für diese Filiale gekündigt. |
Kampf um Gerechtigkeit
Ein Skandal, der zu enormer Aufruhr unter den Kunden führte. Keiner wollte sich
so einfach abfertigen lassen. Schließlich ist die nächste Möglichkeit, an sein
Geld bei der Postbank zu kommen, im Zentrum und zwar in der Hauptpost. Ein
langer Weg, dem lange Warteschlangen und -zeiten in der Post folgen. Zudem sind,
wie allseits bekannt, die Parkmöglichkeiten nicht gerade die günstigsten. „Wir
liegen hier zentral, haben einen Parkplatz direkt vor der Tür, dazu die
Einkaufsmöglichkeiten durch die Supermärkte und die direkte
Straßenbahnanbindung“, erklärt Bärbel Weiß sichtlich enttäuscht. Gleichwohl
unzufrieden sind die Postbankkunden, die sich in diesem Geschäft gut aufgehoben
fühlen. Selbst heute kommen noch einige, in der Hoffnung oder Irrglauben, ihre
Geldgeschäfte hier abwickeln zu können, obwohl diese Leistung nicht mehr
angeboten werden darf.
Bärbel Weiß kann sich noch genau erinnern wie alles begann: „Im Mai letztes Jahr
habe ich die Mitteilung erhalten, dass mir dieser Sektor der Dienstleistung zum
Juni 2006 entzogen wird.“ Kurz darauf wurden die ersten Unterschriften
gesammelt, die sich letztendlich auf 3000 erhöhten. Stolz bemerkt die
freundliche Frau: „Einige Kunden haben sogar selber Briefe direkt an die Post
geschrieben.“ Doch das half nichts. Auch ein Artikel in der Volksstimme konnte
nichts bewegen. „Selbst die Gebietsbetreuerin kann nicht nachvollziehen, was
hier geschehen ist.“ Weiter berichtet die Inhaberin: „Schließlich habe ich doch
auch die höchste Pauschale hier in der Umgebung für die Finanzdienstleistungen
erhalten, die unter anderem mit Hilfe der Kundenzahl berechnet wird.“ Trotzdem
wird in dem Schreiben der Post mit „nicht wirtschaftlichen Gründen“ begründet:
„Ist die Nachfrage in einer Filiale nach Bankdienstleistungen zu gering, können
wir diese dort nicht länger anbieten.“
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Juni 2006 – Finanzdienstleistungen werden abgeschafft |
„Ich habe gewechselt“, erklärt Herr Hellriegel. Der 76-Jährige war jahrelang
Kunde bei der Postbank. Er drohte der Post in einem Schreiben, dass er zu einer
anderen Bank wechseln würde, sollte diese Leistung in Cracau tatsächlich
wegfallen. Und Herr Hellriegel ist ein Mann, der zu seinem Wort steht. sem
Stadtgebiet haben wird. |
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„Ich sehe nicht ein, extra ins Zentrum zur Hauptpost zu
fahren, um mich um meine Finanzen zu kümmern, also bin ich zu einer anderen
gewechselt.“
Viele Cracauer taten es diesem agilen Mann nach und wechselten ebenso zu einer
anderen Bank, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in Zukunft eine Filiale
in die |
Cracauer Str. 62 b
39114 Magdeburg
Telefon: 0391 8 11 43 27
Email:
Barbelweiss@aol.com
Quelle: www.cracau.info |
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